Landesverband Bremen e.V.

Bevölkerungsschutz

Die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) des ASB Bremen

Kommt es in Bremen zu einem so genannten „Massenanfall von Verletzten und Erkrankten“ (MANV) kann der Stadtrettungsdienst je nach Anzahl der Verletzten / Erkrankten das zusätzliche Einsatzaufkommen ohne Unterstützung kaum bewältigen. Für diese besondere Situation kann die Feuerwehrleitstelle die ehrenamtliche Unterstützung von Schnell-Einsatz-Gruppen der Bremer Hilfsorganisationen anfordern. Je nach Einsatzlage werden diese zusätzlichen Unterstützungseinheiten per SMS oder Funkmeldeempfänger (Pieper) alarmiert.

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des ASB Bremen vor der Feuerwache 5. © Julian Thies

Jeder kennt die Bilder der jüngsten Vergangenheit aus dem Fernsehen oder der Zeitung: Massenkarambolagen auf der Autobahn, Zugunglücke, Brände in überfüllten Diskotheken, Flugzeugabstürze oder ähnliches. Plötzlich muss eine Vielzahl von Verletzten medizinisch versorgt und ins Krankenhaus gebracht werden; andere Opfer müssen noch aus Wracks oder Trümmern befreit werden.

In solchen Situationen, die im Fachjargon „Großschadensfall“ oder „MANV (Massenanfall von Verletzen)“ genannt werden, stößt auch der normale Rettungsdienst, dessen Personal- und Fahrzeugausstattung ja nur auf das „alltägliche Normalgeschäft“ der Stadt oder Region zugeschnitten ist, schnell an seine Grenzen.

Um den beteiligten Bürgern in solchen Fällen trotzdem schnelle und vor allem wirkungsvolle Hilfe zukommen lassen zu können, sah sich auch der Arbeiter-Samariter-Bund als Hilfsorganisation in die Pflicht genommen und hat so genannte „Schnell-Einsatz-Gruppen“ (SEGen) in ganz Deutschland gebildet. Hierbei handelt es sich um Gruppen mit rein ehrenamtlichen, rettungsdienstlich ausgebildeten Helferinnen und Helfern (z.B. Rettungssanitäter), die mittels Funkmeldeempfängern, sog. „Piepsern“, jederzeit von der Rettungsleitstelle alarmiert werden können, um „im Falle eines Falles“ sofort eingreifen und optimal helfen zu können. Eine Schnell-Einsatz-Gruppe ist auf gar keinen Fall eine Konkurrenz zu vorhandenen Rettungsdienststrukturen, sondern eine notwendige Entlastung und Ergänzung.

 

Ihr Ansprechpartner für dieses Thema

Malte Goltz

Geschäftsführer
Landeskatastrophenschtzbeauftragter

Arbeiter-Samariter-Bund
Rettungsdienst Bremen GmbH
Hemelinger Hafendamm 22, 28309 Bremen

Telefon: 421 69 66 69 70 , Telefax: 421 69 66 69 80
E-Mail: mgo(at)asb-bremen.de

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