Landesverband Bremen e.V.

Hilfen für Menschen mit Behinderung

ASB unterstützt inklusives Wohnen für Menschen mit Behinderung

Hinter den Ellern in Bremen Hemelingen ist ein vielfältiges Wohnquartier. Hier wohnen alteingesessene Hemelinger neben Menschen, die erst kurze Zeit in Bremen leben. In einem Neubau hat der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) jetzt vier Appartements für Menschen mit Behinderung angemietet. Schon bei der Planung der Wohnanlage wurde eng mit dem Bauherrn Khan Öngel kooperiert, der die Idee des inklusiven Wohnens sofort unterstützte.

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Konrad Seidl, Bereichsleiter Wohnhäuser beim ASB, setzt sich für individuelles Wohnen von Menschen mit Behinderung ein. © Jochen Schlüter

„Viele unserer Kunden, die in Wohngemeinschaften leben, möchten in eigenen Wohnungen leben.“, sagt Konrad Seidl, Bereichsleiter Wohnhäuser bei der ASB-Gesellschaft für soziale Hilfen mbH. „Und diese Wohnform muss grundsätzlich für alle möglich sein. Auch für Menschen mit hohem Hilfebedarf.“

2011 entwickelten die Mitarbeiter des ASB in Absprache mit der senatorischen Behörde für Soziales ein Konzept für individuelles und inklusives Wohnen für Menschen mit Behinderung, das als „ambulantes Wohntraining“ bezeichnet wird. Im Jahr 2012 zogen die ersten Kunden aus Wohnhäusern aus und bezogen angemietete Wohnungen im Bremer Osten. Inzwischen sind es insgesamt neun Wohnungen. „Die Erfahrungen sind bisher sehr positiv. Alle werden es schaffen allein oder zu zweit in den eigenen vier Wänden zu leben.“, sagt Konrad Seidl. „Für unsere Kunden bedeutet dies einen enormen Gewinn, mehr Lebenszufriedenheit, mehr Individualität.“

Die neuen Mieter in Hemelingen sind im Januar und Februar eingezogen. Der Umzug von zwei Kunden aus dem Wohnhaus und von zwei jungen Frauen aus dem Elternhaus habe erstmal gut geklappt, berichtet Michael Stelljes, ASB-Mitarbeiter für die Unterstützung der Menschen in ihren Wohnungen. „Inzwischen hat sich schon ein netter Kontakt zu einigen Nachbarn entwickelt.“, freut er sich. Auch der Kontakt zu Eltern und Angehörigen sei sehr eng.

Der ASB arbeitet auch zukünftig weiter daran, individuell abgestimmte Wohnangebote für Menschen mit Behinderung zu entwickeln. Dies gilt auch für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf. Beim ASB gibt es dazu bereits eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung von Kunden und ihren Angehörigen. Bislang ist jedoch die Frage der Finanzierung von mehr Betreuung ungeklärt.

„Wir wollen mit diesem Projekt ein Startsignal setzen. Im Sinne von Teilhabe, Inklusion und mehr Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung werden wir die Entwicklung individueller Wohnkonzepte noch stärker ausbauen.“, sagt Konrad Seidl. „Die Förderung selbstbestimmten Lebens in einer eigenen Wohnung ist ein wichtiges Ziel. Dieses Ziel muss für alle gelten.“

 


Gemeinschaftsleben und Individualität
Im Wohnhaus für Menschen mit Behinderung gibt es beides: Raum für das Gemeinschaftsleben, aber auch für Individualität. Geschulte Fachkräfte bieten Freizeitmöglichkeiten an und unterstützen bei der Aufrechterhaltung und Gestaltung von familiären und freundschaftlichen Bindungen.


Eigenständigkeit fördern
Neben den Angeboten zur Beschäftigung in der  Gemeinschaft wird im Wohnhaus für Menschen mit Behinderung auch die individuelle  Unterstützung groß geschrieben, wobei der ASB Bremen je nach Voraussetzung den Übergang in eine ambulante betreute oder eigenständige Wohnform unterstützt.

Jochen Schlüter 11-MÄR-2016
 

Hilfen für Menschen mit Behinderung

Konrad Seidl

Bereichsleiter Wohnhäuser

Arbeiter-Samariter-Bund
Gesellschaft für soziale Hilfen mbH
Elisabeth-Selbert-Straße 3, 28307 Bremen

Telefon: 0421 98 97 04-11
E-Mail: k.seidl(at)asb-bremen.de

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