Landesverband Bremen e.V.

Bevölkerungsschutz

Bombenentschärfung in Bremen: Bereitstellungseinsatz für die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) des ASB Br

Sonntag, 24. Juli 2016 - Um 07:00 Uhr alarmierte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle "Florian Bremen" die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) Rettungsdienst des ASB Bremen und weitere Hilfsorganisationen zu einem größeren Bereitstellungseinsatz in die Überseestadt. Grund hierfür war die Entschärfung einer 1000kg-Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg.

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Besatzungen des ASB Bremen am Bereitstellungseinsatz "Bombenentschärfung" vom 24.07.2016 © A. Rehberg

Bereits zwei Tage zuvor wurde durch die SEG-Führungsgruppe ein Voralarm ausgelöst, um diesen nicht-zeitkritischen Einsatz im Vorfeld optimal zu koordinieren.  

Zur Absicherung der Entschärfungsmaßnahmen und für eventuell anstehende Transporte von liegenden/pflegebedürftigen Patienten im Rahmen der Evakuierung entsandte der ASB Bremen drei mit Rettungsassistenten und Rettungssanitätern qualifiziert besetzte Rettungstransportwagen sowie einen Notfall-Krankentransportwagen. 

Für den ASB Bremen erfolgte die Alarmierung aus dem Bereitstellungsraum zu vier Transportaufträgen und zusammen mit einem Notarzteinsatzfahrzeug des Stadtbremischen Rettungsdienstes exklusiv zur Absicherung des im Nachgang sehr aufwendigen Entschärfungsvorganges des Sprengmeisters. Aufgrund der komplexen Situation zog sich Einsatz über mehrere Stunden hin. Einsatzende für den ASB war um 14:15 Uhr. 

Landeskatastrophenschutzbeauftragter Malte Goltz und Bereitschaftsführer Andreas Knospe bedankten sich bei den Helfern für ihren Einsatz. 


Jeder kennt die Bilder der jüngsten Vergangenheit aus dem Fernsehen oder der Zeitung: Massenkarambolagen auf der Autobahn, Zugunglücke, Brände in überfüllten Diskotheken, Flugzeugabstürze oder ähnliches. Plötzlich muss eine Vielzahl von Verletzten medizinisch versorgt und ins Krankenhaus gebracht werden; andere Opfer müssen noch aus Wracks oder Trümmern befreit werden.

In solchen Situationen, die im Fachjargon „Großschadensfall“ oder „MANV (Massenanfall von Verletzen)“ genannt werden, stößt auch der normale Rettungsdienst, dessen Personal- und Fahrzeugausstattung ja nur auf das „alltägliche Normalgeschäft“ der Stadt oder Region zugeschnitten ist, schnell an seine Grenzen.

Um den beteiligten Bürgern in solchen Fällen trotzdem schnelle und vor allem wirkungsvolle Hilfe zukommen lassen zu können, sah sich auch der Arbeiter-Samariter-Bund als Hilfsorganisation in die Pflicht genommen und hat so genannte „Schnell-Einsatz-Gruppen“ (SEGen) in ganz Deutschland gebildet. Hierbei handelt es sich um Gruppen mit rein ehrenamtlichen, rettungsdienstlich ausgebildeten Helferinnen und Helfern (z.B. Rettungssanitäter), die mittels Funkmeldeempfängern, sog. „Piepsern“, jederzeit von der Rettungsleitstelle alarmiert werden können, um „im Falle eines Falles“ sofort eingreifen und optimal helfen zu können. Eine Schnell-Einsatz-Gruppe ist auf gar keinen Fall eine Konkurrenz zu vorhandenen Rettungsdienststrukturen, sondern eine notwendige Entlastung und Ergänzung.

Malte Goltz 12-MAI-2013
 

Ihr Ansprechpartner für dieses Thema

Malte Goltz

Geschäftsführer
Landeskatastrophenschtzbeauftragter

Arbeiter-Samariter-Bund
Rettungsdienst Bremen GmbH
Hemelinger Hafendamm 22, 28309 Bremen

Telefon: 421 69 66 69 70 , Telefax: 421 69 66 69 80
E-Mail: mgo(at)asb-bremen.de

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