Landesverband Bremen e.V.

ASB-Spendenlauf

350 Kilometer in 6 Tagen: ASB-Spendenlauf zugunsten unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge.

Emin da Silva (41) ist Jugendbetreuer in einem Bremer Flüchtlingswohnheim des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge und begeisterter Extremsportler. Er möchte am 31. August einen sechstägigen Lauf vom Bremer Marktplatz zum Schloss Bellevue beginnen, um die Einladung des Bundespräsidenten Joachim Gauck mit einem Spendenlauf zum „Jahr der Jugend im ASB“ zu verbinden.

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ASB-Mitarbeiter Emin da Silva arbeit als Jugendbetreuer mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. © Julian Thies

Bundespräsident Joachim Gauck würdigt am Abend des 5. Septembers im Schloss Bellevue eine Auswahl von Bürgerinnen und Bürgern, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Auch Emin da Silva erhielt eine Einladung, der er auf seine ganz eigene Art folgen möchte: Er will die mehr als 350 km lange Strecke vom Bremer Marktplatz zum Berliner Schloss Bellevue innerhalb von sechs Tagen laufend zurücklegen (Aktions-Website des Bundespräsidenten).

Emin da Silva wurde 1973 in einem kleinen Dorf im Osten der Türkei geboren und wuchs in einer Großfamilie mit 14 Geschwistern auf. Seine Kindheit war geprägt durch den türkisch-kurdischen Konflikt, der ihn kurz vor seiner Militärverpflichtung im Jahre 1991 schließlich zur Flucht nach Deutschland bewegte.

Alleine unter 70 Flüchtlingen machte sich Emin da Silva auf den Weg zu einer über 40 Tage dauernden Flucht, bei der er große Strecken zu Fuß hinter sich brachte. In Deutschland begegnete ihn eine fremde Kultur, so dass er sich anfangs nur mit seinen Landsleuten umgab. Schon damals war Sport für ihn ein wichtiger Bestandteil seines Lebens.

Heute arbeitet Emin da Silva als Jugendbetreuer in einem Bremer Flüchtlingswohnheim des ASB für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Sportliche Leistungen von Emin da Silva:
  • Emin da Silva lief bei dem „Lauf seines Lebens“ eine Strecke von mehr als 2.700 km von Bremen bis an die Grenze der Türkei.
  • Mehrfach lief er für einen guten Zweck auf die höchste Düne der Wüste Namibias (1.700 Meter Höhenunterschied und eine Außentemperatur von über 50 °C).
  • Er lief zehn Marathon an zehn aufeinanderfolgenden Tagen.
  • Den Bremen-Marathon ist Emin da Silva mehrfach rückwärts gelaufen.
  • Er lief 627 Minuten (fast elf Stunden) am Stück auf einem Laufband für 209 Länder der Erde (Drei Minuten für jedes Land). Gleichzeitig liefen 209 Kinder aus aller Welt jeweils drei Minuten auf einem zweiten Laufband neben ihm her.

Überblick:

Start-Event: Sonntag, 31. August 2014, um 10:00 Uhr auf dem Marktplatz Bremen.
Laufphase: 6 Etappen mit einer Gesamtlaufstrecke von mehr als 350 km.
Zieleinlauf: Freitag, 5. September 2014, ab 13:00 Uhr am Schloss Bellevue, Berlin.

  • Große Spendenaktion: Spenden können über das Spendenformular getätigt werden
  • Schirmherrin: Anja Stahmann (Bremer Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen)
  • Begleitung durch den ASB Bremen: Begleitet wird Emin da Silva auf seinem Lauf von einem Betreuerteam des ASB-Ortsverbandes Bremen-Mitte/Nord.
  • Der ASB Bremen läuft mit: ASB-Landesgeschäftsführer Jürgen Lehmann wird Emin da Silva auf seinem Weg zum ersten Etappenziel Soltau vom Bremer Marktplatz bis zur Stadtgrenze Bremens begleiten.
  • Zieleinlauf am Schloss Bellevue: In Berlin wird Emin da Silva am 5. September um 13:00 Uhr von einer ASB-Delegation am Schloss Bellevue empfangen. Neben Vertreterinnen und Vertretern des ASB-Bundesvorstandes sowie der ASB-Bundesgeschäftsführung werden auch Presse, Politiker, Freunde und Gäste des ASB zum Zieleinlauf erwartet. Auch der ASB Bremen entsendet eine Delegation nach Berlin.
  • Abschluss-Event - Politischer Empfang in der ASB-Hauptstadtrepräsentanz: Nach dem Empfang am Schloss Bellevue zieht die ASB-Delegation in die nahliegenden Landesvertretung Bremen um. Dort befindet sich auch die Hauptstadtrepräsentanz des ASB Deutschland e.V. Bei einem Imbiss und Getränken findet dort ab 15:00 Uhr ein politischer Empfang mit gemeinsamen Ausklang statt.