Landesverband Bremen e.V.

Hilfen für Menschen mit Behinderung

Ziele und Wege

In erster Linie geht es uns darum, dass es den Kindern im kaisenstift gut geht. Sie sollen sich bei uns wohl und angenommen fühlen und ein anregungsreiches Leben haben.

Erstens: Den Kindern soll es gut gehen!

In erster Linie geht es uns darum, dass es den Kindern im kaisenstift gut geht. Sie sollen sich bei uns wohl und angenommen fühlen und ein anregungsreiches Leben haben. Wichtig dafür sind gute und liebevolle Beziehungen zwischen den Kindern und unseren Mitarbeiter*innen. Das gelingt vor allem, wenn es auch unseren Mitarbeiter*innen gut geht und sie sich wohl fühlen und gern miteinander arbeiten. Um dieses Ziel zu erreichen, wählen wir neue Mitarbeiter*innen sehr sorgfältig aus und stellen Teams aus den verschiedenen Professionen zusammen, in denen sich die Mitarbeiter*innen gegenseitig weiterbringen und „die Chemie stimmt“.

Wichtig ist uns auch die faire Zusammenarbeit der Leitung mit den Teams. Die Leitung des Kaisenstifts sorgt dafür, das Arbeitsfeld so vorzubereiten und abzusichern, dass die Mitarbeiter*innen ihre Arbeit gut und gerne erledigen können, ohne überfordert zu sein. Die Kreativität und der Einsatz der Kompetenzen der Mitarbeiter*innen wird unterstützt. Die Leitung sorgt für klare Orientierung und Freiräume im professionellen Handeln.

In dieser Hinsicht hat sich das kaisenstift in den letzten Jahren weiterentwickelt und unsere Einrichtung zeichnet sich mehr denn je durch ein freundliches, fast familiäres Klima und hohe fachliche Kompetenz aus – das wird uns immer wieder von Besuchern und Kooperationspartnern bestätigt. Aber machen Sie sich selbst ein Bild – lernen Sie uns kennen und erleben Sie die Atmosphäre in unserem Haus selbst!

Das „Zusammen“ ist die wichtigste Basis für alle weiteren Ziele und Aufgaben und steht bei uns klar im Fokus.

Zweitens: Förderung, Integration, „Normalisierung“, Freizeit

Unser Ziel ist es, die Folgen der Behinderung der Bewohnerinnen und Bewohner zu mindern und ihre Integration in die Gesellschaft zu verbessern bzw. aufrechtzuerhalten. Wir fördern die Entwicklung der Persönlichkeiten auf allen Ebenen und wollen die Stärkung des Selbstbewusstseins und des Selbstwertgefühls, die Erweiterung der Handlungsspielräume und der sozialen Fähigkeiten der uns anvertrauten Menschen erreichen.
Um das zu leisten, nehmen wir jede Bewohner*in so an, wie sie zu uns kommt. Wir setzen auf Bekräftigung positiver Entwicklung und auf das Lernen aus den Konsequenzen des eigenen Handelns. Von Strafen sehen wir konsequent ab.
Wir fordern die Kinder, sich in die Gemeinschaft einzufügen, so gut sie es können. Wir fördern ihre Fähigkeiten, indem wir Ihnen nicht alles abnehmen und Ihnen Anregungen und Aufgaben geben.
Sehr viel passiert zwischen den Kindern – viele Kinder kommen aus Familien, wo sie als Einzelkind lebten oder aber mit ihren Beeinträchtigungen eine Sonderrolle hatten. Bei uns leben sie in einer Gruppe sehr unterschiedlicher Kinder. Dadurch bekommen sie sehr viel Anregungen und können voneinander lernen. In den Gruppen leben Ältere und Jüngere, Stärkere und Schwächere zusammen. Jedes Kind findet seinen Platz.

Persönlichkeit anerkennen

Es ist schön zu sehen, wie viele der stärkeren und älteren Kinder sich liebe- und verantwortungsvoll um die kleinen oder schwerer behinderten Kinder kümmern. Neue Kinder werden immer neugierig und herzlich aufgenommen. Auch wenn in den letzten Jahren immer mehr Kinder mit besonderen Schwierigkeiten zu uns kommen und die „fitteren“ Kinder ambulant versorgt werden, wollen wir die soziale Mischung so gut wir können aufrechterhalten.

Um auch in Zukunft unter den veränderten Bedingungen gute Lebensverhältnisse bieten zu können, wollen wir ein neues Gebäude bauen und die Gruppengröße von acht auf vier bis fünf verkleinern. Außerdem wollen wir Differenzierungsräume schaffen. Dadurch verringern wir den sozialen Stress, der durch die großen Gruppen und die schwieriger werdende Belegung entsteht.

Im Alltag gibt es viele Notwendigkeiten:

Hausaufgaben, Arzttermine, Therapien, Bekleidungseinkäufe, den gemeinsamen Haushalt. Dennoch bleibt Zeit für ein gutes Freizeitprogramm, besonders natürlich an den Wochenenden. Wenn das Wetter nicht zu norddeutsch ist, ist das kaisenstift am Wochenende nach dem Mittagessen oft wie leergefegt. Als relativ kleine Einrichtung haben wir weniger Möglichkeiten auf unserem Gelände – deshalb müssen wir uns ständig in der Öffentlichkeit bewegen und das ist auch gut so. Wir fahren mit den Kindern regelmäßig in öffentliche Schwimmbäder, kaufen mit ihnen im Weserpark und anderswo ein und fahren mit ihnen jedes Jahr für einige Tage in den Urlaub.


Es gibt auch spezielle externe Angebote wie therapeutisches Reiten (dadurch entstehen Zusatzkosten), die Martinsclub-Disco und künstlerische Arbeit im Blaumeier-Atelier und viele andere. Wir kooperieren besonders mit den Schulen, um für die Zukunft der Kinder optimale Förderung leisten zu können.

In unserem Haus lernen wir voneinander und entwickeln uns gemeinsam. Wenn die jungen Erwachsenen ausziehen, sollen sie die bestmöglichen Startbedingungen für ein erfülltes und möglichst selbstständiges Leben haben – ein Leben, so normal wie möglich.

Einheit von Pflege und Betreuung, Ganzheitlichkeit

Viele Kinder bei uns brauchen mehr oder weniger pflegerische Hilfen. Wir trennen nicht zwischen pädagogischer Betreuung und Pflege. Gleich ob Heilerziehungspfleger, Krankenschwester oder Erzieher: alle Mitarbeiter*innen müssen Pflege und Betreuung leisten und harmonisch miteinander verbinden.

Für jedes Kind werden, soweit nötig und möglich, therapeutische Hilfen organisiert. Über die Kompetenzen unserer Mitarbeiter hinaus sind wir dabei auch auf Mittel der Krankenkassen und der Sozialämter (Einzelfallhilfen) angewiesen und streben an, diese Mittel optimal zu nutzen.

Auszug, Anschlussbetreuung

In der Regel wird mit Vollendung des 18. Lebensjahres oder mit dem Ende der Schulpflicht in Zusammenarbeit mit den Sozialdiensten für die Bewohnerinnen und Bewohner der Übergang in eine andere Wohnform für erwachsene Menschen gesucht und begleitet. Die Betreuung in unserer Einrichtung endet spätestens am 21. Geburtstag, wenn der Übergang in eine Wohnform für Erwachsene gesichert ist. Das kann in Ausnahmefällen zu einem Aufenthalt bis über das 21. Lebensjahr hinaus führen.

Als Einrichtung des ASB Bremen kommen für unsere jungen Erwachsenen besonders die sehr guten Wohnheime des ASB Bremen und dessen ambulante Wohnangebote als Nachfolgeeinrichtungen in Frage. Entscheidend ist aber, das beste Angebot für den speziellen Menschen zu finden und zu nutzen.

 

Kontakt:

Kaisenstift Betriebsgesellschaft mbH

Kaisenstift Betriebsgesellschaft mbH
Bremerhavener Straße 155, 28219 Bremen

Telefon: 0421 3 86 90-0 , Telefax: 0421 3 86 90-612
E-Mail: info(at)asb-bremen.de

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