Es gibt noch freie Plätze!

Last Minute FSJ - Start im August/September

Fit fürs Studium - Anton Arens nennt gute Gründe für ein Freiwilliges Soziales Jahr

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Foto: Anton Arens mit Janneke Helm und Nimue Schleinschock (von links), die ebenfalls in der Hausnotrufzentrale ein Freiwilliges Soziales Jahr leisten. Foto: ASB

Sind all jene, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) leisten, für Unternehmen günstige Arbeitskräfte und für Arbeitssuchende Job-Killer?

Schon vor drei Jahren beantwortete eine FSJlerin die Frage in einem Interview mit Nein. Auch Anton Arens, der von Anfang September 2021 bis Ende August dieses Jahres ein FSJ beim ASB Landesverband leistete, steht dem Ehrenamt positiv gegenüber. Er nennt viele gute Gründe, warum sich ein FSJ lohnt.

„Ich würde das Freiwillige Soziale Jahr weiterempfehlen. Man lernt viel über sich selbst und sammelt wichtige Erfahrungen fürs Leben. Ich fühle mich hier sehr wohl“, sagt der 21-Jährige, der in der Hausnotrufzentrale beim ASB Landesverband eingesetzt ist.

„Das Ehrenamt ist eine große Verantwortung für den Betrieb wie für den FSJler. Und für mich ist es zudem eine gute Vorbereitung für mein Studium.“ Im vergangenen Jahr hat Anton Arens sein Abitur gemacht, Notendurchschnitt 1,7. Medizin will er studieren und gesteht, familiär „vorbelastet“ zu sein. Sein Vater ist Arzt, seine Mutter Krankenschwester, und auch sein Bruder studiert Medizin. Er hat ebenfalls ein FSJ absolviert. Auch die Freundin des gebürtigen Bremers und viele seiner Freunde haben sich dazu entschieden. „Die Universitäten befürworten das.

Ich wollte auch wissen, ob der Umgang mit Menschen etwas für mich ist. Man lernt mit unterschiedlichen Typen umzugehen. Das würde man vielleicht auch an der Hotelrezeption, aber hier begegnet man den Menschen ohne ihre Schutzhülle, eben von der verletzlichen Seite. Man lernt aber auch, Dinge nicht zu nahe an sich heranzulassen, was ja wichtig ist für meinen späteren Beruf.“

Zu Anton Arens Aufgaben in der Hausnotrufzentrale gehört der Bereitschaftsdienst in der Tagesschicht von 9 bis 17 Uhr und alle drei Wochen für acht Tage die Nachtbereitschaft von 17 bis 9 Uhr. Dafür bekommt er ein Dienstfahrzeug sowie ein Handy mit nach Hause. Die Kund*innenbetreuung, Neukund*innenberatung, Vertragsabschlüsse sowie die Installation der Hausnotrufgeräte bei den Kund*innen vor Ort sind außerdem Teil des Aufgabengebietes. Und natürlich Einsätze bei den Kund*innen, etwa drei bis vier pro Woche aktuell, so Arens weiter.

Über mehrere Wochen hat der angehende Medizinstudent dafür einen Sanitätshelfer*innen-Lehrgang absolviert. Geht es bei einem Notfall um mehr als zum Beispiel um die Hilfe beim Aufstehen nach einem Sturz, alarmiert er den Rettungsdienst. Mit zwei weiteren FSJlerinnen teilt er sich die Aufgaben in der Hausnotrufzentrale an der Bremerhavener Straße. Ein weiterer FSJler ist derzeit in der Erste-Hilfe-Ausbildung beim ASB eingesetzt. 30 Seminartage sind in dem einjährigen Ehrenamt integriert. „Da werden FSJ-unabhängige Themen behandelt“, erzählt Anton Arens. „Im September haben wir über politische Bildung gesprochen, im November über Bewerbungen, da waren wir in St. Peter-Ording. Im Februar fand wegen der Pandemie nur ein Online-Seminar statt, im Juni wieder eines mit Präsenz. Hinzu kommt ein regelmäßiges Mentoring, beispielsweise im Hinblick darauf, ob wir uns noch wohl fühlen beim ASB, mit den an uns gestellten Anforderungen zufrieden sind und ob wir uns weiterentwickelt haben, Feedback inklusive.“ Und mehr noch: Eine Vergütung von 500 Euro monatlich für das Ehrenamt gibt es auch. Also doch nicht ganz günstig und umsonst.

Text: Doris Friedrichs

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Foto: Anton Arens arbeitete im Rahmen des FSJ in der Hausnotrufzentrale des ASB. Foto: Doris Friedrichs

Unter dem Link https://www.asb-bremen.de/.../fsj-beim-asb-ein-jahr-fuers... können sich Interessent*innen über ein Freiwilliges Soziales Jahr beim ASB informieren, Erfahrungsberichte ehemaliger FSJler*innen einsehen sowie eine Info-Broschüre herunterladen. Hier ist auch eine Übersicht über die Einsatzstellen zu finden, ebenso die Mail-Adresse für Bewerbungen, H+pNM#X!Jo$F6L7|x[^u59U8BakG*PR4Z]#[#yV4EoEl0Wf1u2wklPD2q-4D{TQ1j?[s@, sowie die Telefonnummer der Ansprechpartnerinnen, Jana Holtkamp und Anina Wulff, Referentinnen für Freiwilligendienste, erreichbar unter 0421-38690-638. Für den kommenden Jahrgang sind übrigens noch freie Plätze zu vergeben.