Katastrophenschutz

Der Katastrophenschutz des ASB Bremen

Die Katastrophenschutzeinheiten (Schnell-Einsatz-Gruppen) des ASB Bremen werden dann zur Unterstützung angefordert, wenn ein zu hohes Einsatzaufkommen des stadtbremischen Rettungsdienstes oder ein "Massenanfall an Verletzten und Erkrankten" vorliegt.

Kommt es in Bremen zu einem so genannten „Massenanfall von Verletzten und Erkrankten" (MANV) kann der Stadtrettungsdienst je nach Anzahl der Verletzten / Erkrankten das zusätzliche Einsatzaufkommen ohne Unterstützung kaum bewältigen. Für diese besondere Situation kann die Feuerwehrleitstelle die ehrenamtliche Unterstützung von Schnell-Einsatz-Gruppen der Bremer Hilfsorganisationen anfordern. Je nach Einsatzlage werden diese zusätzlichen Unterstützungseinheiten per SMS, Smartphone-App oder Funkmeldeempfänger alarmiert. 

Jeder kennt die Bilder der jüngsten Vergangenheit aus dem Fernsehen oder der Zeitung: Massenkarambolagen auf der Autobahn, Zugunglücke, Brände in überfüllten Diskotheken, Flugzeugabstürze oder ähnliches. Plötzlich muss eine Vielzahl von Verletzten medizinisch versorgt und ins Krankenhaus gebracht werden; andere Opfer müssen noch aus Wracks oder Trümmern befreit werden.

In solchen Situationen, die im Fachjargon „Großschadensfall" oder „MANV (Massenanfall von Verletzen)" genannt werden, stößt auch der normale Rettungsdienst, dessen Personal- und Fahrzeugausstattung ja nur auf das „alltägliche Normalgeschäft" der Stadt oder Region zugeschnitten ist, schnell an seine Grenzen.

Um den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern in solchen Fällen trotzdem schnelle und vor allem wirkungsvolle Hilfe zukommen lassen zu können, sah sich auch der Arbeiter-Samariter-Bund als Hilfsorganisation in die Pflicht genommen und hat so genannte „Schnell-Einsatz-Gruppen" (SEGen) in ganz Deutschland gebildet. Hierbei handelt es sich um Gruppen mit rein ehrenamtlichen, sanitäts- und rettungsdienstlich ausgebildeten Helferinnen und Helfern, die mittels Funkmeldeempfängern, sog. „Piepern", jederzeit von der Rettungsleitstelle alarmiert werden können, um „im Falle eines Falles" sofort eingreifen und optimal helfen zu können. Eine Schnell-Einsatz-Gruppe ist auf gar keinen Fall eine Konkurrenz zu vorhandenen Rettungsdienststrukturen, sondern eine notwendige Entlastung und Ergänzung.

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Ehrenamt

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