Landesverband Bremen e.V.

Rettungshundezug

Prüfungen

Flächen- und Trümmerprüfung gemäß DIN 13050

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Flächenprüfung: Verweistest

Nach zwei bis drei Jahren am Ende der Ausbildung von Hund und Hundeführer/in steht die Prüfung zum Rettungshund. Das Team aus Hund und Hundeführer/in wird nach der „Gemeinsamen Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams (Trümmer-/Flächensuche) gemäß DIN 13050 (GemPPO – RHT [T/F])“ und nach der "ASB Prüfungs- und Prüferordnung Mantrailing" geprüft.

Im Rahmen dieser Ordnung werden alle Rettungshunde der Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Malteser-Hilfsdienst, Deutsches Rote Kreuz (DRK), Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. (JUH) und Technisches Hilfswerk (THW) überprüft. Zur Prüfung zugelassen sind Hunde die den Eignungstest bestanden, bei ihrer ersten Prüfung ein Mindestalter von 16 Monaten haben und nicht älter als sechs Jahre sind.

Es werden nur Rettungshunde zum Einsatz zugelassen die nach der genannten DIN und der gültigen Prüfungsordnung bestanden haben. Die Prüfung muss alle 18 Monate wiederholt werden um die Einsatzfähigkeit von Hund und Hundeführer/in aufs Neue nachzuweisen.

Es gibt drei Arten:

  • Flächen-,

  • Trümmer- und

  • Mantrailerprüfung.

 

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Flächenprüfung

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Einsatzleiterbefragung zur Lageerkundung

Die Flächenprüfung gemäß DIN 13050 (GemPPO - RHT [T/F]) selbst besteht aus mehreren Einzelteilen, jeder Teil für sich muss bestanden werden: Fachfragenkatalog, Verweistest, Gehorsam und Suche.

Die Prüfungsordnung schreibt vor wie die Flächensuche auszusehen hat:

Suchfläche ca. 30.000m² - Mindestbreite 100m und die Waldsuchfläche muss Unterholz- und Buchbestand haben. Die Suchzeit für Hund und Hundeführer/in beträgt maximal 20 Minuten, die Einsatzbefragung mit dem Einsatzleiter/in (Prüfer/in), die Erstversorgung am Opfer (Sofortmaßnahmen und Erste-Hilfe) wird bewertet und evtl. Pausen für den Hund nach erfolgreicher Suche werden dabei aber nicht mit einberechnet.


Im Rahmen der Prüfung werden Hund und Hundeführer/in nach folgenden Kriterien bewertet:

Hundeführer/in:

  • Einsatzbefragung und Informationsgewinnung, Beurteilung der Lage, Suchansatz, Führung des Hundes auf Distanz (Teamarbeit Hund und Hundeführer/in) und Rettungsmaßnahmen am Opfer bzw. der vermissten Person.

Hund:

  • Suchintensität, Führigkeit/Gehorsam (Teamarbeit Hund und Hundeführer/in), Beweglichkeit im Gelände und Verweisen am Opfer bzw. der vermissten Person.

 

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Trümmerprüfung

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Trümmerprüfung Auslegung von Schwelfeuer

Die Trümmerprüfung gemäß DIN 13050 (GemPPO - RHT [T/F]) besteht auch aus mehreren Teilbereichen, die alle bestanden werden müssen:

  • Fachfragenkatalog, Gehorsam, Gewandtheitsprüfung (Gerätearbeit) und Suche.

Die Prüfungsordnung schreibt vor wie die Trümmersuche auszusehen hat:

  • Größe der abzusuchende Trümmerfläche ca. 800 und 2.000 m² - der Trümmerbereich soll mindestens sechs voneinander unabhängige, teils unter erdgleiche Verstecke oder bis 2,5 Meter Höhe haben. Zusätzlich werden für den Hund verschiedene Ablenkungen im Suchgebiet erzeugt (Schwelfeuer, akustische Störgeräusche, Kleidungsstücke, Speisereste). Die Suchzeit für Hund und Hundeführer/in beträgt maximal 20 Minuten, die Einsatzbefragung mit dem Einsatzleiter/in (Prüfer/in) werden nicht einberechnet aber bewertet.

Im Rahmen der Prüfung werden Hund und Hundeführer/in nach folgenden Kriterien bewertet:

Hundeführer/in:

  • Einsatzbefragung und Informationsgewinnung, Beurteilung der Lage, Suchansatz, Führung des Hundes auf Distanz (Teamarbeit Hund und Hundeführer/in) und Rettungsmaßnahmen.


Hund:

  • Suchintensität, Führigkeit/Gehorsam (Teamarbeit Hund und Hundeführer/in), Beweglichkeit im Trümmergelände, Verweisen am Opfer bzw. der vermissten bzw. verschütteten Person und Ablenkung.